Lokales SEO gegen nationale Strategie: Zahlen aus drei Wiener Betrieben
Drei Wiener Kleinbetriebe mit ähnlichen Budgets nahmen an dieser Vergleichsstudie teil: ein Installateurbetrieb in Favoriten, eine Steuerberatung in Mariahilf und ein Friseursalon in Döbling. Jeder verfolgte eine andere SEO-Strategie über sechs Monate.
Der Installateur konzentrierte sich ausschließlich auf lokale Suchbegriffe wie "Installateur 1100 Wien" und Google My Business Optimierung. Monatliches Budget: 450 Euro. Nach drei Monaten rankten sie auf Position 2 für ihre Hauptkeywords. Die Conversion-Rate lag bei 8,3 Prozent, weil Suchende konkret nach einem Anbieter in ihrer Nähe suchten.
Die Steuerberatung versuchte sich an nationalen Keywords wie "Steuerberatung Österreich" und "Steuererklärung optimieren". Budget: 1.200 Euro monatlich. Nach sechs Monaten erreichten sie Position 15-20 für ihre Zielkeywords. Conversion-Rate: 2,1 Prozent. Die Konkurrenz durch große Kanzleien war massiv.
Der Friseursalon mischte beide Ansätze: 60 Prozent lokale Keywords, 40 Prozent allgemeine Begriffe wie "Balayage Technik" oder "Haartrends 2025". Budget: 680 Euro monatlich. Lokale Rankings waren stark, Position 3-5. Nationale Begriffe brachten Traffic, aber kaum Buchungen.
Die konkreten Zahlen nach sechs Monaten:
- Installateur: 47 qualifizierte Anfragen, 31 daraus wurden Kunden, Kosten pro Kunde: 87 Euro
- Steuerberatung: 83 Anfragen, 12 neue Mandate, Kosten pro Kunde: 600 Euro
- Friseursalon: 64 Anfragen über lokale Suche, 8 über nationale Keywords, Kosten pro lokalem Kunden: 95 Euro
Die Analyse zeigt: Für Betriebe mit lokalem Einzugsgebiet funktioniert geografisch fokussiertes SEO deutlich besser. Niedrigere Kosten, höhere Conversion-Raten und schnellere Ergebnisse sprechen eine klare Sprache. Nationale Keywords machen nur Sinn, wenn Sie Produkte versenden oder Online-Dienstleistungen anbieten.